Anleitung zum Nase spülen Nasenspülkanne 4 Elemente grob
Salzwasser wird als angenehm empfunden, wenn es den gleichen Salzgehalt der Körperflüssigkeiten (0,9 %) hat. Als Salz ist normales Kochsalz (NaCl) gut geeignet. Auch Meersalz kann benutzt werden, aber durch die zunehmende Verschmutzung der Meere und damit auch des Meersalzes reagieren manche Menschen allergisch darauf.
Auf 1 Liter Wasser kommen 9 Gramm Salz (ein gestrichener Teelöffel). Achtung: die meisten Kannen haben nur ca. 0,5 l Inhalt.
Bei mir allerdings ist ein gestrichener! Teelöffel nur 7,3 Gramm und ich komme sehr gut damit zurecht. Zuviel Salz im Wasser verleidet einem schnell das Spülen, denn es tut in der Nase weh, ebenso zuwenig Salz (wer kennt nicht das Gefühl von Leitungswasser in der Nase?). Das Wasser darf nicht wärmer als körperwarm sein, sonst tut es weh, es kann jedoch problemlos kälter sein, dann ist der Wasserfluß deutlich spürbar, zudem empfinde ich es als erfrischend. Warmes Salzwasser, das nicht verbraucht wurde, kann für die nächste Spülung aufgehoben und zimmertemperiert verwendet werden.
Das Salz löst sich gut im Wasser auf, wenn es als erstes in die Kanne gegeben wird.
Der Kopf wird nach vorn über das Waschbecken gebeugt und auf die Seite gelegt. Die Tülle der Glasnasenspülkanne wird an das obere Nasenloch gesetzt, daß sie dicht abschließt. Zu fest an die Nase gedrückt blockiert die Kanne eher den Wasserfluß, zu lose gehalten fließt das Wasser an der Nase vorbei. Nun kann das Wasser oben in den Nasenraum und durch das untere Nasenloch wieder ausfließen. Wenn Wasser durch den Rachen in den Mund hinunterläuft, macht das nichts. Es wird ausgespuckt oder geschluckt, der Kopf wird mehr nach vorne gebeugt, daß das Wasser nur durch die Nase läuft.

Das Wasser kann auch extra "hochgezogen" und wieder ausgespuckt werden. So werden Nasen- und Mundrachenraum gereinigt und von Schleim und Verunreinigungen (z. B. Krümeln) befreit.

Die ganze Zeit wird entspannt durch den Mund ein- und ausgeatmet. Wer Angst vor Luftnot oder Ertrinken hat, probiert Folgendes: man hält sich die Nase zu (als ob Wasser hindurchfließt) und atmet durch den Mund. Bei richtiger Kopfhaltung fließt das Wasser nur durch die Nase, und es kann jederzeit unterbrochen werden, wenn etwas unangenehm ist.
Wenn das Wasser zu Anfang nicht fließt, kann es daran liegen, daß festsitzender Schleim den Durchfluß blockiert. Das Wasser löst den Schleim (an), am besten wird mehrmals die Seite gewechselt und zwischendurch sanft die Nase geputzt. Bitte die Nase immer sanft und vorsichtig putzen, damit kein Wasser in die Ohren gedrückt wird. Wenn sich die Blockade löst, fließen Wasser und Schleim erst tropfenweise, dann mehr und mehr.
Nach der Hälfte des Wassers wird die Kanne abgesetzt und vorsichtig restliches Wasser und Schleim herausgeblasen, dann wird die Seite gewechselt.
Nach der Spülung wird die Nase vorsichtig geputzt und der Kopf eine Zeit nach vorne hängen gelassen, damit restliches Wasser abfliessen kann. Dem kann nachgeholfen werden, indem erst durch das eine, dann durch das andere Nasenloch gepustet wird, solange der Kopf noch nach unten hängt.

Nun können Atemübungen anschlossen werden, z. B. das "Feueratmen": kurz und rhythmisch durch die Nase ein und ausatmen (ca. 5 - 10 min). Dabei können noch restliche Wassertropfen aus der Nase auslaufen.